Andreas Boa Baumann beschäftigt sich mit zeitgenössischer Architektur in verschiedensten Massstäben. Seine Projekte sind innovative Programme, offen in ihrer Interpretierbarkeit, präzise in ihrer architektonischen Artikulation, geprägt vom subtilen Umgang mit der Umgebung und den verwendeten Materialien sowie von einer intensiven Auseinandersetzung mit der vorgesehenen Nutzung. Für ihn als Architekten sollen Bauten im Idealfall zur Identitätsbildung neuer und sich verändernder Orte beitragen und sowohl gesellschaftliche Anliegen wie auch räumliche Intentionen durch eine starke und zugleich verständliche Sprache prägen. Seit Jahrzehnten ist Baumann fasziniert vom Grenzbereich zwischen Architektur und verschiedenen Medien und Kunstsparten wie Video, Malerei, aber auch Theater und Musik.

Die seit mehr als zwanzig Jahren andauernde Zusammenarbeit des Architekten Boa Baumann mit dem Musiker Fritz Hauser ist ein inspirierendes Beispiel für das Zusammengehen zweier heutzutage viel zu selten zueinander in Beziehung gesetzter Disziplinen. Baumann und Hauser verbindet nicht zuletzt der Hang zur Reduktion und zu einer unprätentiösen Selbstverständlichkeit.

Proportion, Rhythmus und Harmonie waren schon in der abendländischen Antike Begriffe, welche die Disziplinen Architektur und Musik durchaus ebenbürtig verbanden.

Baumann und Hauser verstehen ihre Art des Dialogs als "Inspirationsaustausch ohne Fachschere im Kopf". Ideenansätze werden jeweils auf ihre inhaltlichen Qualitäten geprüft, die technische oder musikalische Realisierbarkeit ist dann ein weiterer Schritt, der bei der Recherchephase vorerst nicht als Argument zählen soll.

Andreas Boa Baumann, 17.3.1953
geboren und aufgewachsen in Brunegg

Studium an der ETH Zürich von 1975 - 1980

Schlussdiplom 1980 bei Prof. D. Schnebli und G. Durisch

Praktikumsarbeiten bei Prof. Franz Oswald und für die Unesco, (Restaurierung Sassanidischer Baudenkmäler im Iran)

Gemeinsames Architekturbüro mit Wladimir Grossen von 1982 - 92

Seit 1993 eigenes Büro in Bern

Eingetragen im SIA-Verzeichnis der Projektierungsbüros gemäss Art. 4.1

Diverse Neu- und Umbauten in Italien und der Schweiz

Auszeichnung mit dem Dr. Jost Hartmann Preis 1992 der Bernischen Denkmalpflege.

Mitbegründer von Castel Burio in Costigliole d’Asti, Italien

Zentrum für zeitgenössische kulturelle Aktivitäten im Bereich Architektur, Musik und Bildender Kunst seit 1980

Präsident der Peter Mieg Stiftung in Lenzburg

Pflege der Hinterlassenschaft des Malers und Komponisten Peter  Mieg

Mitbegründer  von Kreissaal in Bern

Verein  zur Förderung von zeitgenössischen Film- und Videoarbeiten

Mitbegründer von PVC3 in Bern

Performance-, Video-, Computer-Clip-Club

Organisation von Symposien und Aufführungen im Bereich europäischer Computer- und Videokunst

Die casa delle masche – der italienische Zweit- und Kreativwohnsitz des Musikers Fritz Hauser aus Basel – entfaltet eine ungewöhnliche Verbindung von Licht, Raum und Klang. Durch die kooperative Herangehensweise mit dem Architekten Boa Baumann entstand ein Haus, bei dem von Beginn weg Raum, Nutzung,Licht und Klang miteinander verwoben wurden.

Dieses Buch ist eine Reise durch Gestaltung und Wahrnehmung: Es erzählt, wie Architektur zu Klang wird, wie Licht zu Komposition, wie ein Haus eine Stimme findet – und wie der Mensch lernt, ihr zu lauschen. Ein poetischer, sinnlicher Blick auf das Zusammenspiel von Stille, Klang, Licht und Ort. Meret Arnold schreibt über einen Besuch im piemontesischen Haus, Boa Baumann führt ein in die architektonische Vorgehensweise, Fritz Hauser hat die Fotos gemacht und zusammen mit Thomas Gassmann eine Klangspur mit Video produziert, welche über einen QR-Code im Buch abgerufen werden kann.

 

 Das Buch casa delle masche erscheint bei der Edition Valnød und wird im Rahmen einer Ausstellung im space25, Basel vorgestellt. Die Ausstellung Projekt 25, casa delle masche, eröffnet am 6.3.26 (Vernissage) und dauert bis zum 17.4.26 (Finissage).

Künstlerische Beiträge zur Ausstellung werden von Laura Mietrup, Camenisch/Vetsch, Peter Steinmann, Philipp Gasser, Robin Michel und Fritz Hauser/Thomas Gassmann realisiert.

Im Weiteren wird es während der Ausstellung eine ganze Reihe von Konzerten geben. Robin Michel, Leonie Klein, Núria Carbó, Johannes Fischer, Peter Conradin Zumthor, Rob Kloet und Fritz Hauser werden in verschiedenen Formationen auftreten.

Ausschnitt aus dem Buch «Auf Besuch» von Meret Arnold

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Der Architekt Boa Baumann und der Perkussionist Fritz Hauser inspirieren sich seit über 20 Jahren zu Werken, welche Architektur und Musik miteinander vernetzen und bei denen der Dialog über die Spartengrenzen hinweg lebendig wird. Die beiden Künstler reagieren akustisch auf die Gegebenheiten und Stimmungen von Räumen, die, wie Architektur allgemein, tendenziell durch das Auge wahrgenommen werden. Durch ihre Zusammenarbeit wird aber das visuelle Erleben mit der Dimension des Gehörten erweitert. Dabei stellt sich heraus, dass Architektur und Musik einige Gemeinsamkeiten teilen – Rhythmus, Präzision und Proportionen sind zentrale Elemente beider Künste.

ARchENA, ETH Hönggerberg
Zürich, Switzerland

Die seit mehr als zwanzig Jahren andauernde Zusammenarbeit des Architekten Boa Baumann mit dem Musiker Fritz Hauser ist ein inspirierendes Beispiel für das Zusammengehen zweier heutzutage viel zu selten zueinander in Beziehung gesetzter Disziplinen. Baumann und Hauser verbindet nicht zuletzt der Hang zur Reduktion und zu einer unprätentiösen Selbstverständlichkeit. Ziel dieses Buches ist es, Einblicke in eine ungewöhnliche Künstlerfreundschaft zu geben und vor diesem Hintergrund das gemeinsame Werk plastisch hervortreten zu lassen. 

Boa Baumann
Architekt eth sia bsa

Spinnereiplatz 1
CH 8041 Zürich

Castel Burio
I 14055 Costigliole d‘Asti

0041 (0)79 300 26 26

info@boabaumann.ch

www.fritzhauser.ch

www.andreasfahrni.ch

www.franticek.ch

www.brigittedubach.ch

www.lichtenberg.works

www.beatpresser.com

www.moritzreich.ch